Wunschvorstellung

Wunschvorstellung: BMW 325i Coupé (E36)

Wunschvorstellung: BMW 325i Coupé (E36)

Wunschvorstellung: BMW 325i Coupé (E36)

Wunschvorstellung: BMW 325i Coupé (E36)

Fotos: Marcel Kühler

Im Jahr 2004 – mit gerade einmal 19 Jahren – wurde Christian Degen erstmals BMW-Besitzer. Er kaufte von einem Kollegen eine 318i Limousine der Baureihe E36 in ”Diamantschwarz metallic”. Das junge Glück sollte jedoch nicht von Dauer sein. Bereits einige Monate später – es war nun Winter – kam Christian mit dem Hecktriebler auf spiegelglatter Fahrbahn ins Schleudern und konnte das Fahrzeug nicht mehr abfangen. Ein Totalschaden war das Resultat jenes Tages, an den der heute 26-Jährige nicht allzu gern zurückdenkt.

Ein zweitüriger 320i E30 trat an die Stelle des Viertürers. Allerdings stellte sich das Fahrzeug als Fehlkauf heraus und wurde nur kurze Zeit später wieder veräußert. Nach einigen quälend langen Monaten ohne einen BMW in der eigenen Garage, tat sich 2006 für Christian erneut eine gute Möglichkeit auf: Ein guter Bekannter aus einem Forum wollte sich von seinem 1992er Coupé trennen. ”Die Ausstattung und der ganze Rest passte einfach, so dass ich gar nicht anders konnte, als das Auto zu übernehmen”, erinnert sich der Thüringer an die Kaufumstände.

Wie so oft, diente der mauritiusblaue Zweitürer zunächst als Alltagsgefährt – was Christian jedoch nicht davon abhielt erste dezente Veränderungen vorzunehmen. Hella-Xenon-Scheinwerfer samt Rieger-Tuning-Blenden, ein KW-Gewindefahrwerk der Variante 2 (höhen- und härteverstellbar), eine Eisenmann-Abgasanlage und 17-Zoll-Räder stellten den Anfang eines immer aufwändiger werden Projektes dar. Außerdem gönnte sich der E36-Enthusiast ein handliches Raid-Airbaglenkrad des Typs ”Silberpfeil”.

Derart gerüstet wollten Christian und seine Freundin Madlen zum großen Treffen des BMW-Syndikats, damals noch in Eisenach, fahren. Angekommen sind sie dort allerdings nicht: ”Es war ein sonniger Tag. Wir hatten richtig Lust auf das Event und sind gut gelaunt losgefahren. Auf der Autobahn nahm das Schicksal dann seinen Lauf: Der Motor quittierte von jetzt auf gleich seinen Dienst”, erzählt Christian, der sich von diesem Malheur jedoch nicht entmutigen ließ.

Über das Internet erstand er wenig später ein gebrauchtes Triebwerk, das sich jedoch als untauglich herausstellte und mit Hilfe einiger Freunde wieder verkauft werden konnte. Ein Händler in der näheren Umgebung hatte dann einen Sechszylinder anzubieten, der für das Coupé infrage kam. Im Winter 2008 wanderte dieser in den Motorraum des 3ers. Damit war das Coupé zwar wieder fahrtüchtig, aber bei weitem noch nicht fertiggestellt: ”An mehreren gemütlichen Abenden im Frühjahr 2009 saßen wir zusammen und überlegten, was man noch so alles verändern könnte. Wir hatten einige gute Ideen”, so Christian.

Die anschließende Umsetzung der Pläne fand in seiner Abwesenheit und ohne sein Wissen statt. Der Grund: Der BMW-Fan war damals Soldat und musste für einen Einsatz nach Afghanistan. Seine Freundin und Freunde sorgten dafür, dass der E36 alle ersonnenen Modifikationen erhielt. Als Christian wieder wohlbehalten zurückkehrte, fand er seinen 3er zu seiner Überraschung komplett gecleant und neu in der Originalfarbe ”Mauritiusblau metallic” lackiert vor. Außerdem verfügte das Coupé fortan über LSD-Scherentür-Beschläge, gezogene Radläufe und ein komplettes M-Aerodynamikpaket.

Wohl dem, der solche Freunde und eine solche Freundin hat! Ein weiteres großes Update erfolgte im Winter 2010/2011. Ein Paar zwischenzeitlich gekaufter Halbschalensitze ersetzte Christian durch knackig enge Recaro-Vollschalen vom Typ ”Pole Position”. Im Gegenzug entfernte er die Rückbank und platzierte an ihrer Stelle einige HiFi-Komponenten. Konkret waren dies Subwoofer von Signum und Rockford Fosgate, die von einer Zweikanal-Endstufe vom japanischen Anbieter Nakamichi angesteuert werden. Ein weiterer (Vierkanal-)Verstärker von Crunch sorgt seinerseits dafür, dass den Lautsprechersystemen von Hertz nicht die Puste ausgeht.

Äußerlich ist die aktuellste Ausbaustufe vor allem an der in ”Ibisweiß” von Audi abgesetzten Motorhaube erkennbar. Auf ihr ließ Christian ein Tribal via Airbrush-Technik auftragen; ein Tatoo seiner Freundin Madlen diente hierfür als Vorlage. Ebenfalls ibisweiß lackiert: das Dach, der Zender-Heckflügel, der Heckdiffusor, die Frontspoilerlippe und die GT-Frontspoilerecken, die überdies die Namen ”Madlen” und ”Christian” in den Wind recken. Abschließend gönnte sich der Thüringer noch einen Satz Schmidt-Felgen in 17 Zoll – jedenfalls vorläufig.

Denn der Thüringer liebäugelt bereits mit den nächsten Veränderungen: ”Das ist mit Sicherheit noch nicht der finale Punkt bei diesem Auto. Denn Ideen gibt es noch zuhauf! Ich möchte mich aber jetzt schon bei einigen Leuten für ihre Hilfe bedanken. Dank gebührt meinen Freunden, die den Grundstein für das alles gelegt haben, Matze von CMB Airbrush und natürlich meiner Freundin Madlen, die mich bei allem unterstützt.” Recht so, Christian, schließlich war sie es, die die ”Wunschvorstellung” erst möglich gemacht hat.

Weitere Infos und Bilder zu diesem Fahrzeug finden Sie in BMW SCENE Ausgabe 04/11!

Von: Marcel Kühler

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