Grand Slam

Ganassi-BMW gewinnt die 24 Stunden von Daytona

Ganassi-BMW gewinnt die 24 Stunden von Daytona

Ganassi-BMW gewinnt die 24 Stunden von Daytona

Ganassi-BMW gewinnt die 24 Stunden von Daytona

Fotos: BMW Motorsport

Enger geht es nicht: Nach 24 Stunden beziehungsweise 720 Runden trennten den siegreichen Ganassi-BMW und den viertplatzierten Shank-Ford gerade einmal drei Sekunden. Ein solches Herzschlagfinale treibt allen aktiv Beteiligten nachvollziehbarerweise jede Menge Schweißperlen auf die Stirn. Für die hundertausenden Fans hingegen war es das Salz in der Suppe eines ohnehin ultraspannenden Rennens. Dass es überhaupt dazu kam, war einem Reifenschaden eines weit zurückliegenden Fahrzeuges zu verdanken, das wegen des geplatzten Pneus einige Wrackteile auf der Strecke verteilte. Die Rennleitung sah sich aufgrund des Vorfalls gezwungen, acht Minuten vor dem Ziel die letzte von insgesamt 23 Gelbphasen auszurufen.

Ganassi-Schlussfahrer Scott Pruett hatte bis dato immerhin neun Sekunden auf seinen Verfolger, den zweiten Ganassi-BMW, herausgefahren, die sich durch die Rennunterbrechung in Wohlgefallen auflösten. Beim Restart nutzte der 50-jährige Routinier seine ganze Erfahrung und brachte den von Riley konstruierten Prototypen mit BMW-V8-Power im Heck dennoch sicher ins Ziel. Der Australier Scott Dixon im zweiten Ganassi-BMW konnte sich seinerseits erfolgreich gegen den hinter ihm drängelnden Action-Express-Porsche wehren und machte den Doppeltriumph für das Team perfekt.

Eine Spazierfahrt waren die 24 Stunden von Daytona für die Mannschaft der US-Racing-Ikone Floyd ”Chip” Ganassi jedoch zu keinem Zeitpunkt. Schon früh im Rennen plagten die beiden Prototypen Getriebe-Probleme. Das schlussendlich zweitplatzierte Fahrzeug hatte zudem drei Reifenschäden. Die Fahrer ließen sich davon jedoch nicht beirren und kämpften sich an die Spitze des Feldes zurück.

Am frühen Morgen musste das Rennen dann für lange Zeit unterbrochen werden. Der Grund: dichter Nebel, der ein immenses Sicherheitsrisiko dargestellt hätte. Nach dem Restart schienen die beiden Ganassi-BMW den Sieg dann unter sich auszumachen. Spannend wurde es erneut, als das spätere Siegerauto an die Box ging. Bei dem planmäßigen Stopp verselbstständigte sich plötzlich ein Reifen an der Startnummer 01, die zu diesem Zeitpunkt von Joey Hand pilotiert wurde. Die Rennleitung sprach daraufhin eine 30-sekündige Stopp-and-Go-Strafe aus. Die entstandene Lücke konnte der 31-Jährige mit einem wahren Husarenritt jedoch bald wieder schließen und übergab das Auto auf Platz zwei liegend an Schlussfahrer Scott Pruett. Dessen letzter Stopp wurde kurzerhand vorverlegt, was ihn am Ende an dem bis dato führenden Schwesterauto vorbeischleuste. Der Weg zum Sieg war für die 01 damit frei.

Teambesitzer Ganassi, der früher selbst Rennfahrer war und viele Talente (darunter Juan-Pablo Montoya) entdeckte, zeigte sich ob der Leistung seines Teams begeistert. ”Ich fahre die Autos nicht, ich wechsele keine Reifen, und ich bereite auch nicht die Motoren vor“, sagte er und ergänzte: ”Dieses Team setzt sich aus vielen Menschen zusammen, die einen herausragenden Siegeswillen haben.” Diese Worte dürften Balsam in den Ohren aller gewesen sein, die in Daytona für den Erfolg eine lange und arbeitsreiche Nacht hinter sich gebracht hatten.

 

Von: Marcel Kühler

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