BMW Motorsport: der neue Z4 GTE

Fotos: BMW Motorsport

Der erfolgreiche M3 GT (E92) ist Geschichte. Nach vier rastlosen Jahren schickt BMW Motorsport sein Schwergewicht in den verdienten Ruhestand – und stellt gleichzeitig sein neuestes Rüstzeug für die American Le Mans Series und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vor: den neu entwickelten Z4 GTE.

Der M3 GT war ein überaus erfolgreicher Rennwagen. Neben dem Triumph beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Jahre 2010 bescherte der Bolide BMW Motorsport insgesamt fünf Titel in der American Le Mans Series (ALMS), darunter das Triple aus Fahrer-, Team- und Hersteller-Meistertitel im Jahr 2011. Mit dem neuen Z4 GTE wollen die Münchner die Erfolgsgeschichte des M3 fortschreiben.

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt: ʺIm Z4 GTE sehen wir das Potenzial, an die Erfolge der Jahre 2010 und 2011 anzuknüpfen. In seiner GT3-Version hat der Z4 in den vergangenen Jahren seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit in vielen Rennserien weltweit eindrucksvoll bewiesen. Das Serienmodell bietet eine exzellente Basis, um daraus einen konkurrenzfähigen GT-Rennwagen zu entwickeln. Im GT3-Bereich ist uns dies bereits gelungen. Jetzt hoffen wir mit dem Z4 GTE auf einen ähnlichen Erfolg.ʺ

Das auch aus der VLN bekannte GT3-Fahrzeug diente dem neuen GTE als Basis. Der Entwicklung, die im Juli 2012 begann, lag das Reglement des Automobile Club de l’Ouest, kurz ACO, zugrunde. Der größte französische Automobilverband ist unter anderem Veranstalter der 24 Stunden von Le Mans. Sein Regelwerk besagt, dass elektronische Fahrhilfen, wie ABS oder DSC in einem GTE-Rennwagen verboten sind. Im Gegensatz dazu sind diese Helferlein in einem GT3-Fahrzeug durchaus erlaubt. Auch die Aerodynamik des Z4 und dessen 4,4 Liter großer V-Achtzylinder wurden an das ACO-Reglement angepasst.

Bereits in der zweiten Januarhälfte ging es für das brandneue Rennauto zum Testeinsatz auf die Strecke. Mit eingebunden war das Team Rahal/Letterman/Lanigan (RLL), das abermals den Einsatz in der ALMS übernehmen wird. Teamchef Bobby Rahal: ʺUnsere Jungs waren über den Winter in München und haben geholfen, das Auto aufzubauen und zu testen. Es ist eine ganz neue und aufregende Erfahrung für uns, so unmittelbar an der Entwicklung des Fahrzeugs beteiligt zu sein. Das war beim BMW M3 GT noch nicht möglich. Natürlich ist es schade, sich vom BMW M3 GT verabschieden zu müssen, aber der BMW Z4 GTE sieht sogar noch besser aus. Trotzdem ist es ein neues Auto – und wir stellen uns hochklassiger und erfahrener Konkurrenz in der GT-Klasse der ALMS. Wir werden einen Entwicklungsprozess durchleben und unsere Erfahrungen mit dem BMW Z4 GTE machen. Das war übrigens 2009 mit dem damals neuen BMW M3 GT nicht anders…ʺ



REPORT FACTS
(Herstellerangaben)

Typ: 2013er BMW Z4 GTE

Motor: V-Achtzylinder, Zylinderblock-Konstruktion aus Aluminium, 4.400 ccm Hubraum, vier Ventile pro Zylinder, zwei obenliebende Nockenwellen, Antrieb über Kette, Luftmengenbegrenzer per Reglement (2 x 29,4 mm), BMW-Motorsport-ECU 408 (ohne Sicherungen, zentrales Display)

Leistung: ca. 480 PS, ca. 480 Nm max. Drehmoment

Kraftübertragung: sequenzielles Sechsgang-Sportgetriebe (Betätigung über Schaltwippen am Lenkrad), Mehrscheiben-Kupplung von ZF Sachs, Hinterradantrieb

Fahrwerk: McPherson-Federbeinachse mit Druckstreben und Querlenker vorn, Hinterachse mit Längs- und Querlenkern, mehrfach verstellbare Stoßdämpfer, H&R-Schraubenfedern

Bremsanlage: hydraulisches Zweikreissystem, Monoblock-Mehrkolben-Sättel aus Leichtmetall, innenbelüftete Scheiben aus Stahl, Bremskraftverteilung vorn und hinten vom Fahrer stufenlos einstellbar

Felgen: einteilige BBS-Schmiedefelgen aus Aluminium in 12,5J x 18 Zoll an der Vorderachse und 13,0J x 18 Zoll an der Hinterachse

Reifen: Michelin in 300-680-18 vorn und 310-710-18 hinten

Karosserie/Chassis: Stahlkarosserie mit eingeschweißter Überrollstruktur

Länge x Breite x Höhe in mm: 4.395 (ohne Heckflügel) x 2.010 x 1.205 (je nach Fahrwerkseinstellung)

Leergewicht: 1.245 kg (laut ACO-Reglement)

Tankinhalt: 110 Liter (laut IMSA-Einstufung)

Von: Marcel Kühler

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