Business-Limousinen vom Schlage eines 5er BMW sind nicht unbedingt Paradebeispiele für ein extrovertiertes Design. Auffallen um jeden Preis ist ihre Sache nicht. Erst recht nicht, wenn sie – wie die meisten Fahrzeuge dieser Gattung – in einem silbernen Lackkleid das Montageband verlassen. Der 5er der Baureihe E60 erregte hinsichtlich seiner bulligen Optik bei seinem Erscheinen im Jahr 2003 zwar viele Gemüter, setzte sich bei den Kunden aber dennoch durch und fällt heutzutage im Straßenverkehr kaum mehr auf. Diese Eigenschaft kann gefallen, muss aber nicht. Auch BMW-Fan André Hirschmann hatte erst ebenfalls eine zwiespältige Beziehung zu der erfolgreichen 5er-Baureihe. Ihn begeisterten von jeher die Fahreigenschaften seines 530d. Erheblich weniger sagte ihm jedoch die Serienoptik seines ab Werk titansilbernen Viertürers zu.
Dennoch haderte der gelernte Physiotherapeut zunächst damit, Hand an den komplexen Wagen anzulegen: ”Der Respekt davor, einen E60 komplett zu Zerlegen, war doch recht groß. Aber Christian hat mir mit Rat und Tat stets zur Seite gestanden, so dass ich mich zusammen mit ihm doch an einen Umbau getraut habe”, gibt der 23-Jährige sein anfängliches Zögern unumwunden zu. Als er sich dennoch ein Herz fasste und mit Christian in der heimischen Werkstatt verschwand, verlief die Aufbauphase beinahe ohne große Widerstände. Eine der wenigen Ausnahmen: die Türgriffe. Sie trieben das Schrauberduo beinahe in den Wahnsinn, wie sie unisono erzählen: ”Die vier Türgriffe erwiesen sich als kleine Monster. Wir haben fast einen halben Tag benötigt, um sie aus- und wieder einzubauen. Und das bei einem Viertage-Projekt!”
Nötig wurde das Entfernen aufgrund der geplanten Neulackierung. Das ursprüngliche ”Titansilber” fand der Besitzer schlichtweg ”hässlich” (O-Ton André). Außerdem war die neue Farbe ein wesentlicher Bestandteil der Grundkonzeption des Umbaus: ”Die Idee hinter meinem Auto ist eigentlich ganz simpel zu erklären: Wir wollten ein Fahrzeug umbauen, an dass sich nicht jeder herantraut – deshalb der E60. Außerdem sollte der Wagen richtig böse, gemein und in jeder Hinsicht auffällig werden. Somit stand für uns sehr schnell fest: Wir brauchen ein sattes Schwarz und ein deftiges Rot!”
Ergo lackierten die Freunde die Karosserie mitsamt der neuen M-Technik-Frontschürze in ”Phantomschwarz” von Audi und verzichteten auf die Versiegelung mit Klarlack. Das Bugteil aus dem Setzkasten der M GmbH war jedoch nicht die einzige Veränderung, die die Hobby-Tuner im Vorfeld umgesetzt hatten...
Den kompletten Beitrag lesen Sie in BMW SCENE Ausgabe 01/12!
Von: Marcel Kühler
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