V-Power Plus

Fotos: Anders Odeholm

Der 32-Jährige Schwede Daniel Liimatainen, der auch auf den Spitznamen ʺLimmetʺ hört, ist ein Auto-Nerd reinsten Wassers. Bereits als kleiner Junge hatte er kaum etwas anderes im Kopf. Seinen ersten eigenen fahrbaren Untersatz kaufte er im jugendlichen Alter von 17 Jahren: einen 1971 Opel Commodore, den er eigenhändig restaurierte. Schon damals bewies er viel handwerkliches Geschick, so dass er sich nur wenig später an ein New Yorker Taxi der Marke Checker, ein so genanntes ʺYellow Cabʺ herantraute. Der Jungspund hatte zwar viel Spaß mit diesem ʺPartymobilʺ, wie er selbst sagt, empfand die Oldie-Limousine jedoch als viel zu schwer und zu langsam. Dementsprechend verlor er bald das Interesse daran. Im Jahr 1999 sammelte er erste Erfahrungen mit einem dynamischen Bajuwaren: ʺEin Freund von mir fuhr einen 3er E30 mit Turbo-Motor. Das Auto war so leichtfüßig und schnell – ich war komplett begeistert. Seitdem bin ich absoluter BMW-Fanʺ, erinnert sich der überzeugte Fernsehverweigerer.

Irgendwann wollte ʺLimmetʺ sich jedoch an etwas gänzlich Neues wagen: ʺZunächst habe ich an ein 3er E92 Coupé gedacht. Das Chassis war für mein Vorhaben jedoch nicht so ganz geeignet: zu schwer und ein zu langer Radstand. Schließlich wollte ich mich erfolgreich im Driftsport etablieren. Als ich über einen kleineren, scharf aussehenden BMW nachdachte, fiel mir nur das 1er M Coupé einʺ, sinniert der Skandinavier und ergänzt: ʺAllerdings fehlte mir dafür das Geld. Außerdem hatte ich einige Skrupel, eine dieser limitierten Raritäten zu schlachten. Ich wollte nämlich unbedingt einen aufgeladenen V8 in meinem neuen Wagen haben. Ergo habe ich mir ein 118d Coupé gekauft und auf Rohkarosse neu aufgebaut.ʺ

Der Zweitürer erhielt ein bulliges V8-Herz aus einem M5 (E39), das zu allem Überfluss mit einem Kompressor unter Druck gesetzt wird. Den kompletten Beitrag zu diesem außergewöhnlichen Projekt lesen Sie in BMW SCENE Ausgabe 01/13. Die Galerie mit den Bildern vom Aufbau finden Sie etwas weiter unten.

Mehr Sport wagen: Aus einem braven 118d wurde in Schweden eine brutale Fahrmaschine

Die Basis war ein Unfallwagen, der einige Zeit in einem See gestanden war

Dementsprechen verschlammt war die Karosserie

"Limmet" rückte dem Zweitürer zunächst mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe

"Limmet" rückte dem Zweitürer zunächst mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe

Der ursprünglich 400 PS starke V8 erhielt einen Vortech-Kompressor

Die Karosserie wurde mit einer Sicherheitszelle versteift

Anschließend montierte der schwedische Besitzer die M-Coupé-spezifischen Karosserieteile

Das Getriebe musste den enormen Kräften des Motors angepasst werden

Der Sportwagen verfügt über einen Igmab-Catch-Tank mit zwei integrierten Bosch-044-Kraftstoffpumpen

Die Karosserie wurde neu in "Alpinweiß" lackiert

Auch das Fahrwerk und das Hinterachsdifferenzial wurden grundlegend überarbeitet

Die Abgasanlage endet kurz vor der Hinterachse unter dem Auto

"Limmet" setzt auf ein voll einstellbares D2-Racing-Sport-Gewindefahrwerk

Auch Powerflex-Fahrwerksbuchsen gehören mittlerweile zum Fahrwerkssetup

An der Front montierte "Limmett" eine Eigenbau-Spoilerlippe

An der Front montierte "Limmett" eine Eigenbau-Spoilerlippe

Die Federbein sind in Höhe und Härte sowie in Zug- und Druckstufe justierbar

Vorn sorgt eine Achtkolben-Bremsanlage für eine angemessene Verzögerung

Das Hinterachs-Differenzial stammt von einem BMW 540i der Baureihe E34

Das Viergang-Getriebe stammt aus der amerikanischen NASCAR-Rennserie

Von: Marcel Kühler

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