Dakar 2010: Peterhansel wird vierter

Dakar 2010 X-Raid X3 CC

Dakar 2010 X-Raid X3 CC

Dakar 2010 X-Raid X3 CC

Dakar 2010 X-Raid X3 CC Peterhansel

Fotos: X-Raid

Die VW-Race-Tuareg-Fahrer, allen voran Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz und der ehemalige BMW-Pilot Nasser Al-Attiyah, machten den Dakar-Sieg in diesem Jahr eindeutig unter sich aus. Nach einer Distanz von über 9000 Kilometern trennten das Führungsduo gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten. Dahinter folgte mit einem Respektabstand von einer halben Stunde der dritte VW, pilotiert von Mark Miller. Erst auf dem vierten Rang folgte der erste X-Raid-BMW.

Dabei war das Hessische Team um Sven Quandt mit großen Hoffnungen nach Südamerika gereist. Die X3-Prototypen galten mittlerweile als ausgereift und schnell, mit Guerlain Chicherit hatte man eine bekannte Größe in einem der insgesamt fünf Cockpits und personell verstärkt hatte man sich auch: Stéphane Peterhansel ersetzte den abtrünnigen Al-Attiyah, der ins VW-Lager wechselte. Auf dem Franzosen, der die Dakar bereits neun (!) Mal gewinnen konnte und somit als Rekordsieger zum Team stieß, ruhten alle Hoffnungen der X-Raid-Mannschaft.
Für das erste weiß-blaue Ausrufezeichen war aber ein anderer X-Raid-Pilot verantwortlich: Nani Roma. Er gewann die erste Etappe der Dakar, die allerdings von einem tragischen Unfall überschattet wurde. Mitsubishi-Privatier Mirco Schultis kam von der Piste ab und rutschte in eine Menschenansammlung, die sich in einem für Zuschauer nicht freigegebenen Abschnitt befanden. Eine 28 Jahre junge Frau erlag wenig später ihren schweren Verletzungen. Es blieb glücklicherweise der einzige Todesfall in diesem Jahr.

Die Dakar ging jedoch turbulent weiter: Ab der dritten Etappe führte dann Peterhansel das Gesamtklassement an und untermauerte somit seinen Anspruch auf den zehnten Sieg. Alle Titelträume zerbrachen aber bereits am fünften Tag mit der Kardanwelle seines BMW. Die Reparatur dauerte zwei Stunden, die Peterhansel trotz beherzten Einsatzes, der ihn zu insgesamt vier Tagessiegen führte, bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnte.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der X3 CC in weiten Teilen das schnellste Rennfahrzeug der Dakar war. Kaufen kann man sich dafür freilich nichts, aber mit Blick auf 2011 ist es gut zu wissen, dass die Hessen auch gegen eine große Werksmannschaft ein ernsthafter Sieganwärter sind.

Top-Ten Dakar 2010 (Autos):
01. Sainz/Cruz (Volkswagen) 47:10:00 Stunden
02. Al-Attiyah/Gottschalk (Volkswagen) + 00:02:12
03. Miller/Pitchford (Volkswagen) + 00:32:51
04. Peterhansel/Cottret (BMW X-Raid) + 02:17:21
05. Chicherit/Thörner (BMW X-Raid) + 04:02:49
06. Sausa/Baumel (Mitsubishi) + 04:31:45
07. De Villiers/von Zitzewitz (Volkswagen) + 05:10:19
08. Gordon/Grider (Hummer) + 06:02:24
99. Terranova/Maimon (Mitsubishi) + 06:04:47
10. Spinelli/Palmeiro (Mitsubishi) + 06:13:41

Weiter Bilder finden Sie in der Galerie!

Von: Marcel Kühler

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